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Feierliche Zertifikatsübergabe an ehrenamtliche Sterbebegleiterinnen und -begleiter
18 Teilnehmende haben im Albertinen Hospiz Norderstedt ihre Qualifizierung zur ehrenamtlichen Sterbebegleitung abgeschlossen. In einer Feierstunde erhielten sie ihre Zertifikate für einen ebenso anspruchsvollen wie sinnstiftenden Dienst.
Zertifikate für neue ehrenamtliche Sterbebegleiterinnen und -begleiter verliehen
Ehrenamtlicher Dienst an sterbenden Menschen ist eine ebenso sinnstiftende wie herausfordernde Aufgabe, die deshalb einer guten Vorbereitung bedarf. Im Albertinen Hospiz Norderstedt haben sich 15 Frauen und drei Männer in einem Qualifizierungskurs über 100 Stunden ausführlich mit den Themen Sterben, Tod und Trauer auseinandergesetzt. Jetzt haben sie in einer Feierstunde ihre Zertifikate als ehrenamtliche Sterbebegleiterin und -begleiter erhalten.
Nach einer kurzen Begrüßung durch Sabine Bornhöft, leitendende Koordinatorin und Kursleiterin, und einer Andacht von Hospiz-Geschäftsführer Pastor Walther Seiler wurde der Kurs in Form eines Reiseberichts noch einmal rekapituliert. Der Rucksack fühlte sich mit unterschiedlichen Utensilien, die bei einer Expedition von großer Wichtigkeit sind, z.B. der Kompass, der uns auf dem richtigen Kurs hält, die Taschenlampe, die hilft genauer hinzusehen. Die musikalische Begleitung durch Martin Hageböke ließ diese Feierstunde zu einem besonderen Fest werden, das allen in guter Erinnerung bleibt.
Die Sterbebegleiterinnen und -begleiter wurden in den vergangenen Wochen und Monaten auf ihren zukünftigen Dienst in der Häuslichkeit von Ehrenamtskoordinatorin Parissa Schulz-Pederson und Sabine Bornhöft vorbereitet. Dieses psychosoziale Angebot ist für betroffene Menschen und Ihre An- und Zugehörigen kostenfrei. Einsatzorte sind in Norderstedt, Henstedt-Ulzburg und Umgebung.
Die ehrenamtlichen Sterbebegleiterinnen und -begleiter helfen Schwerkranken und ihren An- und Zugehörigen, indem sie Zeit schenken, mit den Betroffenen ins Gespräch gehen, bei Einkäufen helfen, vorlesen, da sind, wenn pflegende Angehörige selber mal Termine haben. Dieses Entlastungsangebot kann sehr vielfältig und bunt sein. Parissa Schulz-Pedersen: „Wir hören immer wieder und wissen auch aus eigener Erfahrung, dass man für das, was man gibt, soviel mehr an Dankbarkeit zurückerhält.“